In den fernen Ländern von Tethyr, wo die Sonne am Horizont tanzt und die Winde sanft über die Hügel streichen, liegt ein Land von großer Geschichte und noch größeren Geschichten. Das Königreich Tethyr, mit seiner prachtvollen Hauptstadt Zazesspur, welche auch als die Stadt der Teppiche bekannt ist, oh edles Publikum, ist ein Ort, in dem Könige und Königinnen in einem ständigen Tanz um den Thron verweilen, wo Intrigen in den Hallen des Palastes lauern und Helden in den schattigen Wäldern auf Abenteuer warten.
Tethyr ist ein Land der Vielfalt, von den majestätischen Elfenwäldern bis zu den staubigen Wüsten des Südens. Hier treffen die Kulturen aufeinander wie die Wellen auf den felsigen Küsten. Die Geschichte dieses Landes, meine Freunde, ist so schön wie der Glanz der Juwelen in den Schatzkammern der Adelshäuser.
Doch, um es kurzzufassen: Tethyr ist ein Ort, an dem die Macht sich ständig wandelt, wo alte Geheimnisse in den Schatten verborgen sind und wo Abenteurer wie ihr, die die Lieder der Legenden schreiben wollen, unzählige Möglichkeiten finden. Seid ermutigt die Pfade von Tethyr zu betreten, denn hier, in diesem Land der Mythen und Magie, gibt es kein Ende für die Geschichten, die erzählt werden können.
Hört zu, ihr edlen Seelen, ich will euch von einer tragischen Geschichte erzählen, die das Herz des Landes Tethyr in Dunkelheit hüllte und den Klang der Lieder in Trauer verwandelte. Es war eine Zeit, in der der letzte König Alemander IV aus dem Hause Lions, auf dem Thron saß. In seiner zweiten Ehe vermählte er sich mit der holden Königin Rhinda von Grauburg, und für eine Weile schien das Land in Frieden zu ruhen.
Doch das Schicksal, es ist ein unerbittlicher Bote, der oft düstere Botschaften bringt. Kronprinz Alemander V, sein eigener Sohn, hegte finstere Pläne im Herzen. Eine Palastrevolution von beispiellosem Verrat brach herein, und die zehn schwarzen Tage im Monat Eleint, oh, wie sie das Land erschütterten. König Alemander IV und Königin Rhinda fanden ein jähes Ende, ermordet von der Hand ihres eigenen Fleisches und Blutes.
Doch die Dunkelheit der Verschwörung verschlang auch den Kronprinzen selbst, in einem tödlichen Tanz der Intrigen. General Nashram Sharboneth, ein Mitverschwörer, führte den Verrat an und stürzte den Kronprinzen in den Abgrund des Todes. Doch in einem finsteren Akt der Rache, wurde General Sharboneth von einem Attentäter selbst getötet, und Gerüchte besagen, dass der Kronprinz seine Hand im Spiel hatte.
In den Wirren dieses Zusammenbruchs der Führung, da erhob sich das Volk, ein wütender Sturm, gegen den verhassten Adel. Die Zehn schwarzen Tage, eine düstere Zeit der Blutvergießens und des Schreckens, ließen über 500 Mitglieder des Adels und unzählige unschuldige Seelen ihr Leben verlieren. Das Land versank in einem Strudel des Bürgerkriegs, und die Lieder, die einst von Pracht und Ehre kündeten, wurden zu Klagen umgewandelt.
So, meine Freunde, endet meine Geschichte von Tethyr, einem Land, das in den Fluten des Schicksals versank, wo Verrat und Rache die Kronen stürzten und das Volk in die Dunkelheit trieb. Möge diese Erzählung uns daran erinnern, dass selbst die mächtigsten Throne auf unsicherem Grund stehen, und dass die Geschicke der Länder von den Liedern der Geschichte gewoben werden.

